Schatz, hörst Du mich?

Psychische und soziale Auswirkungen auf Angehörige von Schwerhörigen

In vielen Familien hängt der Haussegen schief, weil es mit der Kommunikation nicht klappt. Ein Grund dafür könnte die Schwerhörigkeit eines Familienmitglieds sein. Immer wieder gibt es Missverständnisse, weil etwas falsch verstanden wird. Tagaus, tagein muss das Gesagte wiederholt werden oder es wird gewohnheitsmäßig gebrüllt. Die Nerven liegen blank, sowohl beim „Verursacher und dem, der damit täglich konfrontiert wird.

Der Schwerhörigenverein „Hörkultur hat zu diesem Thema die Ermutigungs-Trainerin eingeladen. Sie wird den Betroffenen – Hörgeschädigte und ihre Angehörigen – Tipps zur Selbstermutigung geben. In ihrem Vortrag lernen beide Seiten neue Möglichkeiten und Verhaltensweisen kennen, um aktiv am Leben teilzunehmen, ihre Selbstachtung und ihr Selbstvertrauen aufzubauen.

Tinnitus – das Volksleiden

Überwältigende Resonanz auf „Hörkultur-Veranstaltung

Das hat es seit Bestehen des Vereins „Hörkultur noch nicht gegeben: Mehr als 150 Interessierte kamen zum Vortrag der chinesischen Ärztin Song Gao zum Thema „Tinnitus ins Norderstedter Rathaus. Weil die Räume 130/131 den Besucherstrom nicht fassen konnten, stand oder saß man sogar auf dem Flur, um dem Vortrag zu folgen.

Song Gao studierte 5 Jahre an der Universität in Chengdu/China die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und machte zusätzlich in Hannover an der Amara-Schule eine dreijährige Ausbildung zur Heilpraktikerin. Seit über 3000 Jahren wird TCM, die Naturheilmedizin in China, praktiziert. So wird nicht nur das einzelne erkrankte Organ betrachtet, sondern der Mensch in seiner Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte auf natürliche Weise aktiviert.

Song Gao behandelt und therapiert das Volksleiden „Tinnitus aus Sicht der TCM in ihrer Praxis in Wandsbek. Zusätzlich gibt sie Seminare zur Selbsthilfe, die auch als Gemeinschaftsprojekt mit „Hörkultur in Norderstedt geplant sind.

kultur als Teil der Mode

So sehr die Kultur von Bricolage und Umsemantisierung geprägt ist, eine völlige modische Neuerung in der westlichen Industriegesellschaft stellte die Haartracht dar. Das Leben war eine „Haarschnitt-Revolution“. Die Frisur widerspricht sowohl in der Farbe als auch in der Form jeglichen bisher geltenden ästhetischen Ansprüchen. Die Haare werden in Orange, Schwarz, Grün, Pink, Gelb oder Blau gefärbt. Auch Kombinationen verschiedener Farben in einer Frisur sind durchaus möglich. Insbesondere die Kombination von Schwarz und extremem Blond ist häufig zu sehen. Selbst wenn ein Kunde nicht einen der typischen Haarschnitte wählt, gefärbt werden die Haare so gut wie immer.

Beim Schnitt sind vier Grundformen zu unterschieden: Der relativ ’normal‘ wirkende Kurzhaarschnitt, der Irokesenschnitt (auch Iro genannt), der asymmetrische Schnitt und die Spikefrisur. Der Kurzhaarschnitt war vor allem zu Beginn der Hörkultur beliebt (beispielsweise bei Malcom Mc Laren zu sehen) und wird heute besonders von Zuhörern getragen. Die Haare stehen bei dieser Frisur möglichst ungekämmt und ungewaschen vom Kopf ab. Sie werden schwarz gefärbt oder die Spitzen leicht gebleicht.
Der Irokesenschnitt leitet sich von der Frisur der Mohawk, einem Indianerstamm Nordamerikas, ab. Dass die Kulturwächter ein so gut wie ausgestorbenes Naturvolk als Inspirationsquelle heranziehen, verweist auf eine Gesellschaftskritik, die die unwiederbringliche Zerstörung einer ’natürlichen Ordnung‘ anprangert.

Bei dieser Frisur wird der Kopf auf beiden Seiten kahl rasiert, so dass lediglich in der Mitte ein Streifen Haare erhalten bleibt. Dieser zieht sich vom Haaransatz bis zum Hinterkopf, wird gefärbt und in einzelnen Stacheln oder als Kamm nach oben frisiert. Gehalten wird diese Frisur mit Haarspray, Zuckerwasser, Seifenlösung oder Bier. Der ‚Mittelstreifen‘ kann alternativ auch bürsten artig kurz geschnitten werden. Aus einem Irokesenschnitt mit sehr langen Haaren kann kurzfristig wieder eine ‚Normalfrisur‘ gemacht werden, indem die Haare nach unten über die rasierten Stellen gekämmt werden. Bei der bürsten artigen Form „ist der Mittelstreifen so kurz, dass keine kurzfristige Rückkehr in die Normalität und damit in die Gesellschaft möglich ist.“ Eine weitere Variation des Irokesenschnittes ist die komplette Kahlrasur des Schädels bis auf einen einzelnen ‚Stachel‘ oberhalb der Stirn.

Der asymmetrische Haarschnitt ist vor allem bei den weiblichen Vertreterinnen der Szene häufiger zu sehen. Ähnlich wie beim Irokesenschnitt wird ein Teil des Kopfes kahl rasiert – jedoch nur auf einer Seite.